Okt 17, 2021 Marcus Paula 260times

Spaß am ehrenamtlichen Engagement

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Während einer Veranstaltung von young leaders beschäftigte sich Franziska Eichinger mit dem  Thema Künstliche Intelligenz. Während einer Veranstaltung von young leaders beschäftigte sich Franziska Eichinger mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Während einer Veranstaltung von young leaders beschäftigte sich Franziska Eichinger mit dem Thema Künstliche Intelligenz.

Franziska Eichinger besucht im dritten Jahr das Wirtschaftsgymnasium des Beruflichen Schulzentrums Hechingen (BSZ). Neben der Schule engagiert sie sich auch ehrenamtlich und nimmt am Programm „young leaders“ teil. „Young leaders“ hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen zu fördern, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren und dabei schon ein Stück Führungsverantwortung übernehmen. Im Interview spricht sie über ihre Motivation, sich neben Schule und Hobbys auch noch bei „young leaders“ zu engagieren.

Frau Eichinger, wie sind Sie auf das Programm „young leaders“ aufmerksam geworden?

Meine Deutschlehrerin, Frau Susanne Eberhardt, hat die Klasse auf die nächsten Veranstaltungen von „young leaders“ aufmerksam gemacht und ist mit uns das Veranstaltungsprogramm durchgegangen. Als ich dann hörte, dass für mich spannende Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Workshops mit Profijournalisten behandelt werden, habe ich mich direkt auf der Internetseite von „young leaders“ näher informiert und mich beworben.

Wie bewirbt man sich für „young leaders“?

Bewerben kann sich, wer zwischen 15 und 21 Jahre alt ist und sich politisch oder sozial engagiert. Dann füllt man für die gewünschte Veranstaltung ein Onlineformular aus und bekommt schon bald eine Zu- oder Absage. Der Teilnehmerbeitrag ist wirklich gering. Immer wenn ich die Zugtickets bekomme, freue ich mich schon auf eine meist unvergessliche Woche.

Was ist Ihre Motivation, sich an „young leaders“ zu beteiligen?

Für mich bietet „young leaders“ die Möglichkeit, mich mit Experten sowie Jugendlichen zu treffen und über Themen zu diskutieren, die immer zukunftsrelevanter werden. Da ich mich auch bei der Schülerunion im Zollernalbkreis engagiere, möchte ich den Austausch von politischen und gesellschaftlichen Themen unter Jugendlichen fördern. Gerade die junge Generation sollte sich eine Meinung zu Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Mobilität 4.0 bilden und sich damit kritisch auseinandersetzen. Die Erfahrungen, die ich bei „young leaders“ mit Experten aus ihren Fachgebieten gemacht habe, will ich wieder mit in den Alltag nehmen. Deshalb lasse ich mich beispielsweise kommenden April als Naturschutzreferentin der Sektion Ebingen des Deutschen Alpenvereins (DAV) aufstellen.

Wie schaffen Sie es Schule, „young leaders“ und ehrenamtliches Engagement zu vereinbaren?

Ich habe eine gute Routine entwickelt und habe keine Probleme, alles unter einen Hut zu bringen. Nach der Schule sind mir meine Hobbys wichtig. Ich gehe regelmäßig ins Volleyball, Badminton und Klettertraining. An den Wochenenden besuche ich politische Veranstaltungen wie Wahlkämpfe und Diskussionsveranstaltungen, oder gehe mit dem Deutschen Alpenverein ins Donautal, um mit meiner Jugendgruppe zu klettern. Die Gemeinschaft, der kommunikative Austausch und das Anstreben gemeinsamer Ziele sind für mich Motivation genug. Wenn einem etwas wirklich Spaß macht, bekommt man das auch mit der Schule gut vereinbart.

Was für Veranstaltungen haben Sie bisher besucht?

Vor Corona war ich oft bei Podiumsdiskussionen zwischen verschiedenen Parteien dabei, bei der die junge Generation über Themen wie Klimawandel und Mobilität diskutiert hat. Ich konnte selbst an den Diskussionen teilnehmen, Fragen stellen oder mich kritisch äußern. Solche Veranstaltungen geben mir die Möglichkeit zur eigenen Meinungsbildung, indem ich die Perspektiven der anderen Seite kennenlerne. Sie geben mir die Chance, mitwirken zu können, auch mit einer jungen Stimme, Veränderungen in die Gesellschaft zu tragen, mehr Gerechtigkeit zu schaffen und die junge Generation dazu zu animieren, sich politisch zu engagieren. Außerdem setze ich mich nun vermehrt für den Natur- und Umweltschutz ein. Erst vor kurzem gab es bei uns im DAV einen Landschaftspflegetag, bei dem wir Felsen rund um Albstadt frei geschnitten und vom Müll befreit haben. Die Arbeit zeigt mir unser extremes Konsumverhalten und die Verschmutzung der Umwelt, gegen die wir vorgehen müssen.

Was sind ihre Ziele nach der Schule?

Ich möchte erstmal ein freiwilliges Jahr im Ausland machen, andere Kulturen kennenlernen, Erfahrung machen, selbstständiger werden und mir dadurch noch ein bisschen Zeit verschaffen, um mir über mein darauffolgendes Studium klarzuwerden.

Weiteres unter www.young-leaders.net

Last modified on Sonntag, 17 Oktober 2021 18:27