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Normalerweise besuchen die 13er des Hechinger Wirtschaftsgymnasiums die Bundesbank in Frankfurt. Wegen Corona ging dies im letzten Jahr nicht und auch in diesem Schuljahr war ein Besuch vor Ort nicht möglich. Wirtschaftslehrer Markus Riester fragte daher an, ob der Vortrag nicht einfach in Hechingen stattfinden könne. Und tatsächlich: Frau Monika Maier von der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Baden-Württemberg erklärte sich gerne dazu bereit, den Schülerinnen und Schülern detailliert den Aufbau des Europäischen Systems der Zentralbanken, die Einflussmöglichkeiten der Zentralbanken und die geldpolitische Strategie des Eurosystems zu erläutern. Hierbei ging sie auch speziell auf die Herausforderungen der Finanzkrise von 2008 und die der Corona-Pandemie ein.

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Mittwoch, 27 Oktober 2021 19:37

Die 12er holen die Einführungstage einfach nach

Nachdem im letzten Schuljahr pandemiebedingt den damaligen 11ern die Einführungstage auf der Sonnenmatte verwehrt waren, holten die jetzigen 12er dies nun im neuen Schuljahr nach.

Dank einer guten Impfquote und bester Testmöglichkeiten konnte auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler dieses Jahr die Tradition der Einführungstage im Feriendorf Sonnenmatte in Erpfingen wieder aufgenommen werden. Deutlich verspätet fanden allerdings die Einführungstage für die 12er Klassen statt: Nachdem im letzten Jahr ein Besuch in Erpfingen nicht möglich war, mussten sich die 12er auch noch bis Mitte Oktober gedulden, bis es auch für sie auf die Alb hoch ging.

Doch das lange Warten hatte sich gelohnt: Neben Methodenschulung und der Vorbereitung der verschiedenen Studienfahrt stand die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Vordergrund. Wichtig war den Organisatorinnen aber auch der Ausgleich zum Corona-Homeschooling. So durfte bei den verschiedenen Wahlangeboten, die von Sportangeboten über verschiedene Kunstprojekte bis hin zu einer Wanderung mit Alpakas reichten, der Spaß nicht zu kurz kommen.

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Sonntag, 17 Oktober 2021 18:20

Spaß am ehrenamtlichen Engagement

Franziska Eichinger besucht im dritten Jahr das Wirtschaftsgymnasium des Beruflichen Schulzentrums Hechingen (BSZ). Neben der Schule engagiert sie sich auch ehrenamtlich und nimmt am Programm „young leaders“ teil. „Young leaders“ hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen zu fördern, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren und dabei schon ein Stück Führungsverantwortung übernehmen. Im Interview spricht sie über ihre Motivation, sich neben Schule und Hobbys auch noch bei „young leaders“ zu engagieren.

Frau Eichinger, wie sind Sie auf das Programm „young leaders“ aufmerksam geworden?

Meine Deutschlehrerin, Frau Susanne Eberhardt, hat die Klasse auf die nächsten Veranstaltungen von „young leaders“ aufmerksam gemacht und ist mit uns das Veranstaltungsprogramm durchgegangen. Als ich dann hörte, dass für mich spannende Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Workshops mit Profijournalisten behandelt werden, habe ich mich direkt auf der Internetseite von „young leaders“ näher informiert und mich beworben.

Wie bewirbt man sich für „young leaders“?

Bewerben kann sich, wer zwischen 15 und 21 Jahre alt ist und sich politisch oder sozial engagiert. Dann füllt man für die gewünschte Veranstaltung ein Onlineformular aus und bekommt schon bald eine Zu- oder Absage. Der Teilnehmerbeitrag ist wirklich gering. Immer wenn ich die Zugtickets bekomme, freue ich mich schon auf eine meist unvergessliche Woche.

Was ist Ihre Motivation, sich an „young leaders“ zu beteiligen?

Für mich bietet „young leaders“ die Möglichkeit, mich mit Experten sowie Jugendlichen zu treffen und über Themen zu diskutieren, die immer zukunftsrelevanter werden. Da ich mich auch bei der Schülerunion im Zollernalbkreis engagiere, möchte ich den Austausch von politischen und gesellschaftlichen Themen unter Jugendlichen fördern. Gerade die junge Generation sollte sich eine Meinung zu Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Mobilität 4.0 bilden und sich damit kritisch auseinandersetzen. Die Erfahrungen, die ich bei „young leaders“ mit Experten aus ihren Fachgebieten gemacht habe, will ich wieder mit in den Alltag nehmen. Deshalb lasse ich mich beispielsweise kommenden April als Naturschutzreferentin der Sektion Ebingen des Deutschen Alpenvereins (DAV) aufstellen.

Wie schaffen Sie es Schule, „young leaders“ und ehrenamtliches Engagement zu vereinbaren?

Ich habe eine gute Routine entwickelt und habe keine Probleme, alles unter einen Hut zu bringen. Nach der Schule sind mir meine Hobbys wichtig. Ich gehe regelmäßig ins Volleyball, Badminton und Klettertraining. An den Wochenenden besuche ich politische Veranstaltungen wie Wahlkämpfe und Diskussionsveranstaltungen, oder gehe mit dem Deutschen Alpenverein ins Donautal, um mit meiner Jugendgruppe zu klettern. Die Gemeinschaft, der kommunikative Austausch und das Anstreben gemeinsamer Ziele sind für mich Motivation genug. Wenn einem etwas wirklich Spaß macht, bekommt man das auch mit der Schule gut vereinbart.

Was für Veranstaltungen haben Sie bisher besucht?

Vor Corona war ich oft bei Podiumsdiskussionen zwischen verschiedenen Parteien dabei, bei der die junge Generation über Themen wie Klimawandel und Mobilität diskutiert hat. Ich konnte selbst an den Diskussionen teilnehmen, Fragen stellen oder mich kritisch äußern. Solche Veranstaltungen geben mir die Möglichkeit zur eigenen Meinungsbildung, indem ich die Perspektiven der anderen Seite kennenlerne. Sie geben mir die Chance, mitwirken zu können, auch mit einer jungen Stimme, Veränderungen in die Gesellschaft zu tragen, mehr Gerechtigkeit zu schaffen und die junge Generation dazu zu animieren, sich politisch zu engagieren. Außerdem setze ich mich nun vermehrt für den Natur- und Umweltschutz ein. Erst vor kurzem gab es bei uns im DAV einen Landschaftspflegetag, bei dem wir Felsen rund um Albstadt frei geschnitten und vom Müll befreit haben. Die Arbeit zeigt mir unser extremes Konsumverhalten und die Verschmutzung der Umwelt, gegen die wir vorgehen müssen.

Was sind ihre Ziele nach der Schule?

Ich möchte erstmal ein freiwilliges Jahr im Ausland machen, andere Kulturen kennenlernen, Erfahrung machen, selbstständiger werden und mir dadurch noch ein bisschen Zeit verschaffen, um mir über mein darauffolgendes Studium klarzuwerden.

Weiteres unter www.young-leaders.net

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Dienstag, 12 Oktober 2021 16:43

Rückenwind fürs BSZ von der Uni Tübingen

Bereits im letzten Schuljahr wurde im Fachbereich Mathematik eine Kooperation zwischen der Universität Tübingen und dem Beruflichen Schulzentrum Hechingen (BSZ) ins Leben gerufen. In den beiden kommenden Schuljahren wird diese Zusammenarbeit weitergeführt und intensiviert.

Da sich durch die pandemiebedingten Schulschließungen zum Teil erhebliche Lernrückstände ergeben haben, hat das Kultusministerium das Förderprogramm „Lernen mit Rückenwind“ aufgelegt. Mit ihm sollen entstandene Lernlücken rasch geschlossen und die betroffenen Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützt werden. Am BSZ bietet der Rahmen dieses Förderprogramms die Möglichkeit, die bereits bestehende Kooperation mit der Universität Tübingen die nächsten zwei Jahre weiter auszubauen. Im Fach Mathematik werden Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs und des Beruflichen Gymnasiums gezielt gefördert.

Unter dem Titel „mowe“ (Mathematik – Orientieren – Wiederholen – Erfahrung sammeln) haben Studierende die Möglichkeit, ihre Materialien zu erproben, erste Erfahrungen als Lehrkraft zu machen und das berufliche Schulwesen kennen zu lernen. Bereits vor Schulbeginn haben Studierende des Studiengangs Master of Education unter Leitung von Oberstudienrätin Jolan Schneider-Kis und Prof. Walther Paravicini die für die weiterführenden Schulen relevanten Themen im Seminar aufgearbeitet. Dann galt es für die neuen Elfer und die neuen Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs zunächst, sich einem Diagnose-Test zu stellen. Dieser wurde von einer Studentin entwickelt, die ihre Masterarbeit zu Testverfahren schreibt. Nach der Auswertung erfolgte die Festlegung von vier individuellen Förder-Schwerpunkten, die innerhalb von vier Wochen aufgearbeitet werden sollten. Nach einem zweiten Diagnose-Test wurde für Schülerinnen und Schüler ohne Förderbedarf eine freiwillige Problemsprechstunde eingerichtet, für die mit Förderbedarf eine bis Schuljahresende verpflichtende nachmittägliche Doppelstunde. Auch die Jahrgangsstufen 1 und 2 profitieren von der Kooperation zwischen BSZ und Universität: Nach den Herbstferien wird auch den Zwölfern eine Problemsprechstunde angeboten, für die Abiturienten und Abiturientinnen wird es ein Online-Angebot geben. Betreut werden die Studierenden hierbei von Oberstudienrätin Jolan Schneider-Kis, die sowohl am BSZ als auch an der Universität Tübingen arbeitet.

Die Studierenden profitieren nicht nur fachlich von der Kooperation zwischen Schule und Uni, ihr Einsatz wird auch über das Förderprogramm „Lernen mit Rückenwind“ entlohnt. Und während die Studierenden ihre Kasse aufbessern, kommen die Schülerinnen und Schüler des BSZ nicht nur in den Genuss einer wissenschaftlich fundierten Förderung, sondern können sich im Idealfall eine kostspielige Mathematik-Nachhilfe sparen und mathematische Hürden meistern.

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Sonntag, 26 September 2021 09:44

Gut gerüstet für den Weg zum Abitur

Das Schuljahr 2021-22 startete für die neuen Gymnasiasten des Beruflichen Schulzentrums Hechingen (BSZ) mit zwei „Welcome Weeks“. Ein wichtiger Bestandteil dieser waren drei Tage im Feriendorf Sonnenmatte in Erpfingen.

Rund 120 neue Schülerinnen und Schüler besuchen ab diesem Schuljahr fünf Klassen des Beruflichen Gymnasiums des BSZ. Am BSZ wird großer Wert darauf gelegt, die neuen Gymnasiasten herzlich an der neuen Schule zu empfangen und eine erfolgsversprechende Basis für die kommenden drei Jahre zu legen.

Wie in der ersten Woche in der Schule, ging es während der drei Tage auf der Erpfinger Sonnenmatte darum, für die Schülerinnen und Schüler eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen, zu der auch die täglich durchgeführten Corona-Tests beitrugen. In erster Linie ging es um das gegenseitige Kennenlernen und die Bildung einer Klassengemeinschaft. Auch die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und das Anstoßen gruppendynamischer Prozesse zur Förderung der Sozialkompetenz waren den betreuenden Lehrkräften wichtig. Dies sollte beispielsweise durch die gruppenweise Unterbringung in den verschiedenen Häusern inklusive selbstständiger Organisation und Durchführung der Verpflegung erreicht werden. Eine erlebnispädagogische Wanderung mit verschiedenen Arbeitsstationen, gemeinsames Grillen am Lagerfeuer und verschiedene Sportaktivitäten rundeten den pädagogischen Teil der Erpfinger Tage ab.

Außerdem zeigten die Lehrkräfte den Schülerinnen und Schülern, was für eine Einstellung und was für Lerntechniken es bedarf, um den Weg zum Abitur am besten zu bewältigen. So stand neben Methodentraining auch die Vertiefung von Techniken in den Bereichen Sprechen/Rhetorik, Lesekompetenz und verschiedene Lernstrategien auf der Erpfinger Agenda. Zudem wurde über die Entwicklung und Bedeutung von Lebens- und Lernzielen reflektiert. Die Schülerinnen und Schüler erhielten auch Tipps, wie sich Arbeits- und Lernprozesse strukturieren lassen und wie man am besten mit Klausurdruck und Prüfungsangst umgeht.

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Dienstag, 14 September 2021 19:29

Talent am BSZ

Amina Kamolova besucht seit letztem Schuljahr das Wirtschaftsgymnasium des Beruflichen Schulzentrums Hechingen BSZ. Da sie es aufgrund ihrer Migrationsgeschichte schwerer als andere hat, gleichzeitig aber so begabt wie motiviert ist, wurde sie für das Stipendienprogramm „Talent im Land“ (Siehe Info) ausgewählt. Im Interview spricht sie über ihre Herkunft, ihre Erfolgsschlüssel und ihre Ziele.

Frau Kamolova, Sie stammen aus Usbekistan. Warum hat Ihre Familie Usbekistan verlassen?

Wir haben Usbekistan aufgrund der wirtschaftlichen Situation verlassen. Der Verdienst meiner Eltern hat gerade zum Überleben gereicht. Deshalb wollten wir ein neues Leben auf einem neuen Kontinent starten.

Warum war die erste Station Portugal, warum danach Deutschland?

Die erste Station war Portugal, weil meine Eltern dort Bekannte haben, die uns vom Leben in Europa erzählten. In den zehn Jahren in Portugal haben wir uns sehr gut integriert und somit auch die portugiesische Staatsangehörigkeit bekommen.
Dann sind wir, insbesondere wegen der deutschen Schulbildung sowie der noch besseren wirtschaftlichen Situation, nach Deutschland gezogen. Es war eine große Herausforderung für uns, unseren Freundeskreis in Portugal hinter uns zu lassen und nochmal eine neue Sprache zu lernen.

Wie haben Sie es geschafft, in so kurzer Zeit Deutsch zu lernen?

Den besten Rat, den ich geben kann, ist es, viel zu lesen und zu kommunizieren. Beides ist miteinander verknüpft, denn beim Lesen lernt man nicht nur neue Wörter, sondern nutzt die gelernten Wörter auch für den alltäglichen Wortschatz. Und wenn man mit anderen spricht, sollte man keine Angst haben, Fehler zu machen.

Wie motivieren Sie sich?

Ich motiviere mich mit meinen Zielen. Ich weiß, dass jeder kleine Schritt mich meinem Ziel näherbringt. Außerdem ist eine positive Einstellung ein Muss!

Sie haben Schulen in Usbekistan, Portugal und Deutschland besucht. Wie unterscheiden sich die verschiedenen Schulsysteme?

In Usbekistan und Portugal gibt es in den Schulen nicht so viele Möglichkeiten wie in Deutschland. Man muss bis zum 18. Lebensjahr in die Schule und dann kann man sich entscheiden, ob man studieren oder arbeiten will.
In Deutschland gibt es viel mehr Angebote und verschiedene Wege. Ich denke, dieses Schulsystem ist besser, da jeder den Weg wählen kann, den er gemäß seinen Lebensplänen gehen möchte!

Wie kommen Sie am BSZ zurecht?

„Aller Anfang ist schwer“, aber dank der Unterstützung meiner Lehrer komme ich mittlerweile gut zurecht. Ich erarbeite mir immer noch viel selbstständig. Wenn ich auf ein bestimmtes Thema lerne, lese ich viel dazu und mache mir Notizen. Damit weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Wie haben Sie vom Programm „Talent im Land“ erfahren?

Meine Deutschlehrerin Frau Frey hat die ganze Klasse darüber informiert. Und dann habe ich mich entschieden, mich mit Hilfe von Frau Frey zu bewerben.

Wie profitieren Sie von der Förderung durch „Talent im Land“?

Dank „Talent im Land“ kann ich meinen Bildungshorizont erweitern, Bücher kaufen, Museen besuchen, die mich interessieren, oder mich mit anderen „Talent-im-Land“-Stipendiaten austauschen, die die gleichen Interessen haben wie ich. Es ist eine unglaubliche Hilfe!

Was haben Sie für Ziele nach der Schule?

Ich möchte unbedingt Lehrerin werden, da ich schon viele Erfahrungen gesammelt habe und es würde mich freuen, diese weiterzugeben. Ich möchte Englisch, Spanisch und Mathematik studieren. An Mathematik gefällt mir, dass es eine universelle „Sprache“ ist. Es ist überall auf der Welt das gleiche Fach und macht mir viel Spaß. Aber jetzt konzentriere ich mich erstmal auf die nächsten zwei Jahre am BSZ und auf das in zwei Jahren anstehende Abitur.


Info

Da in Deutschland der Bildungserfolg junger Menschen stark von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern abhängt, unterstützt das Stipendienprogramm „Talent im Land“ begabte Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft Hürden zu überwinden haben. Finanzielle Förderung, ein begleitendes Seminarprogramm und individuelle Beratung helfen den Jugendlichen dabei, die eigenen Begabungen zu entfalten und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Das Programm bietet eine monatliche finanzielle Förderung für Bildungsausgaben sowie Einzelzuschüsse für Klassenfahrten, Nachhilfe oder außerschulisches Engagement. Den Stipendiaten wird zudem ein vielfältiges Seminar- und Workshopangebot wie zum Beispiel in Rhetorik, Zeitmanagement, Theater, Studienorientierung und mehrtägige Sommerakademien geboten. Auch individuelle Beratung und Begleitung durch die Stiftung sowie ein Netzwerk aus Stipendiaten und Alumni sollen den Geförderten auch über den Schulabschluss hinaus helfen.
Getragen wird das Stipendienprogramm von der Baden-Württemberg-, der Robert-Bosch-, und der Josef-Wund-Stiftung.
Weiteres unter www.talentimland.de

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Sonntag, 18 Juli 2021 19:55

Abiturfeier vor der Villa Eugenia

Das Berufliche Schulzentrum Hechingen (BSZ) verabschiedete seine Abiturientinnen und Abiturienten des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums sowie des Wirtschaftsgymnasiums diesmal im Fürstengarten vor der Villa Eugenia.

Damit möglichst viele Angehörige der Abiturientinnen und Abiturienten unter Einhaltung der Corona-Regeln mitfeiern konnten, entschied man sich am BSZ für eine Open-Air-Abiturfeier – ein durchaus gewagtes Unterfangen in diesem verregneten Sommer. Doch alle blieben trocken und es wurde eine feierliche Zeugnisübergabe mit fürstlichem Rahmen.

Schulleiter Dr. Roland Plehn beglückwünschte die Abiturientinnen und Abiturienten, da sie das Abitur trotz Kontakteinschränkungen, Vorsichtsmaßnahmen und ungewöhnlichen Prüfungsbedingungen erfolgreich gemeistert haben. Doch nicht nur das Abitur als wichtiger Lebensschritt werde in Erinnerung bleiben, sondern auch die Coronakrise, die vieles auf den Kopf gestellt und neue Herausforderungen geschaffen habe. „Das soziale Miteinander hat sich verändert. Aber gerade in dieser Zeit ist es wichtig, zusammenzustehen und Solidarität zu leben“, sagte Dr. Plehn. Auch das Thema „Digitalisierung“ sprach der Schulleiter an und forderte dazu auf, nicht zu vergessen, dass es jenseits der Bildschirme noch lebendige Personen gebe, mit denen man einfach face-to-face kommunizieren könne. Angesichts der Allgegenwart digitaler Medien, riet er den Abiturientinnen und Abiturienten zu einem kritischen und eigenverantwortlichen Umgang. Zwei weitere Themen waren ihm wichtig: Die Pandemie habe Globalisierung und Klimawandel in einen neuen Zusammenhang gerückt. Im Zuge der Corona-Pandemie hätten viele europäische Länder ihr scheinbar individuelles Wohl über das der Gemeinschaft gestellt, kritisierte Herr Plehn. „Nutzen Sie die Vorteile unserer europäischen Gemeinschaft und denken Sie über den nationalen Tellerrand hinaus“, appellierte der Schulleiter an die Abiturientinnen und Abiturienten. Corona habe letztlich auch gezeigt, dass die vom Menschen beeinflusste Natur über dessen Schicksal entscheide. Daher rief er zu nachhaltigem Denken und Handeln auf.

Nach der Rede des Schulleiters erfolgte die Übergabe der Zeugnisse sowie der Preise und Belobigungen. Anschließend bedankten sich die Absolventinnen und Absolventen bei den Lehrkräften mit persönlichen Worten und Geschenken für ihr Engagement und die gemeinsam verbrachte Zeit.
Der Dank der Scheffelpreisträgerin Sabrina Fabienne Braun galt allen Beteiligten, die in diesen schwierigen Zeiten zum Erfolg des Abitur-Jahrgangs 2021 beigetragen haben: den Lehrkräften, den Eltern und den Geschwistern, die einem gezeigt haben, dass es außer Lernen noch etwas anderes gibt. Der wahre Kern des Goethe zugeschriebene Zitats „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“ zeige sich nicht nur heute anhand der gezeigten Leistungen der Absolventinnen und Absolventen, sondern sei auch als Appell zu verstehen, künftig trotz möglicher Widrigkeiten etwas Positives zu gestalten. Dass dies möglich ist, hat nicht zuletzt diese schöne Open-Air-Abiturfeier unter Beweis gestellt.

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95 Schülerinnen und Schüler haben dieses Jahr am Beruflichen Schulzentrum Hechingen das Abitur bestanden. Das beste Abitur gelang Gurleen Lohra mit 844 Punkten und dem Traumschnitt von 1,0. Diesen erreichten auch Sabrina Fabienne Braun und Jana-Marie Kozuha.

Die Preisträger:

Sabrina Fabienne Braun, Antonio Colicchio, Sophie Rike Victoria Diebold, Laura Effinger, Leonie Graf, Naemi Joy Häfele, Eva Hermann, Theresa Holocher, Gurleen Lohra, Jana-Marie Kozuha, Ilias Mavridis, Jasmin Pakulat, Xenia Roud, Lea Schäfer, Daniela Schneider, Hanna Staiger, Leon Winterholer

Sonderpreise:
  • Preis der Jahrgangsbesten, Förderverein BSZ-HCH: Gurleen Lohra
  • Preis im Fach Deutsch/Scheffel-Preis, Literarische Gesellschaft e.V.: Sabrina Fabienne Braun
  • Preis im Fach Pädagogik und Psychologie, Heidehof Stiftung: Jana-Marie Kozuha
  • Preis im Fach Gesundheit und Pflege, Heidehof Stiftung: Gurleen Lohra
  • Preis im Fach Wirtschaft, Südwestmetall-Schulpreis Ökonomie: Daniela Schneider
  • Preis im Fach Finanzmanagement, BW-Bank: Leon Winterholer
  • Preis im Fach Französisch, Partnerschaftskomitee der Stadt Hechingen: Ilias Mavridis
  • Preis im Fach Mathematik, Deutsche Mathematiker-Vereinigung: Leon Winterholer
  • Preis im Fach Physik, Deutsche Physikalische Gesellschaft: Leon Winterholer
  • Preis im Fach Chemie, Gesellschaft Deutscher Chemiker: Antonio Colicchio
  • Preis im Fach Geschichte mit Gemeinschaftskunde, Landeszentrale für politische Bildung: Carolina Zorn
  • Preis für besonderes soziales Engagement, Förderverein BSZ-HCH: Fatme Khalil

 

Belobigungen erhielten:

Julie Armbruster, Jorge Lupion Arnaiz, Mara Anisia Bartsch, Tyra-Amina Binder, Lea Brunner, Marina Dosic, Levin Michael Fuss, Emily Greß, Sabina Hamm, Malte Just, Helena Kalbacher, Gonca Karagöz, Laura Karl, Jasmin Kränzler, Julie Lacher, Jona Lauer, Kim Lebherz, Allyson Losekamm, Carina Meier, Karl Möllhoff, Louisa Müller, Nadine Neher, Oliver Pfister, Diana Reich, Alina Renner, Linda Renner, Janine Schaupp, Alexandra Schlemmer, Lena Schneider, Diana Schreitel, Luisa Schweitzer, Annalena Simmendinger, Cagla Tas, Leon Zug

Die weiteren Abiturienten:

Mateo Barth, Miriam Basara, Marie Carolin Biesinger, Felix Bogenschütz, Finn Buckenmaier, Desiree Larissa Bürker, Maria Chaloupka, Nicole Dehner, Milica Dimitrievska, Yamin El-Hattab, Celine Flad, Julian Fuchs, Fabrice-André Golz, Alexander Simon Grzywna, Beyza Haktaniyan, Manuela Hauser, Vanessa Hölle, Evdokia Efrosini Jovanovic, Anna-Joline Kästle, David Karlic, Nazlican Kaya, Fatme Khalil, Tobias Luippold, Frieder Mayer, Fenja Marleen Merz, Hafiza Naseer, Fabian Nill, David Perkovic, Sina Pfanner, Luzie Pauline Rauhaus, Giuseppina Renna, Terreza Sabova, Romana Schäfer, Thomas Scharkowski, Mina Schler, Jennifer Schopp, Emilia Seraphina Siedler, Lara Straatmann, Julia Streib-Lehmann, Julia Teuber, Amely Tobien, Suvetha Vasanthakumar, Kseniia Voronina, Yasmin Wimmer

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Sonntag, 07 März 2021 15:18

Das lange Warten hat ein Ende

Eine Klasse des Beruflichen Schulzentrums Hechingen hat vergangenes Schuljahr am Filmwettbewerb „Smart. Ohne Phone“ teilgenommen. Nun hat die Jury entschieden.

Wer hat sich nicht auch schon einmal über Eltern gewundert, die ihrem Handy mehr Aufmerksamkeit schenken als ihrem Kind? Die Stiftung „Kinderland Baden-Württemberg“ wollte sich diesem Problem annehmen und Kurzfilme auszeichnen, die so genannten „Smartphone-Eltern” die Augen öffnen sollen. Mit eigenen Filmen und kreativ durchgesetzten Ideen konnte jeder an diesem Projekt teilnehmen und sogar einen Preis von 10.000 € gewinnen. Auch die Klasse 12/5 des Hechinger Beruflichen Gymnasiums hat sich dieser Herausforderung gestellt.

Zusammen mit den Lehrkräften der Klasse tauschten sich die Schülerinnen und Schüler aus, entwarfen eigene Filmideen und schrieben Drehbücher. Außerdem musste sich natürlich auch in die Technik eingearbeitet werden. Mit Unterstützung auch von Eltern der Kinder wurden die verschiedenen Kurzfilme dann umgesetzt.

Die drei Schülergruppen stellten im Evangelischen Johanneskindergarten in Hechingen ihre Ideen vor und alle waren angetan. Sogar eine Mutter bot ihre Unterstützung an und übernahm eine Rolle.

Einer der Filme, alle noch vor Corona gedreht, handelt von einer Frau, die sich im Kindergarten so in ihrem Handy verliert, dass sie letztlich fast das falsche Kind mit nachhause nimmt. Nicht nur für die Schülerinnen und Schüler war es eine neue Erfahrung mit den Kindern zu arbeiten. „Auch für die Kinder war es ein spannender Lernprozess, sich auf andere Personen einzulassen“, wie Frau Annette Lang vom Johanneskindergarten sagte. „Die Kinder haben genial mitgemacht und waren großartige Schauspieler“, so Frau Lang weiter. Die Schülerinnen und Schüler waren von den Kindern begeistert. Dies beruhte auf Gegenseitigkeit, denn die Kinder fragten ihre Erzieherinnen, wann die Schülerinnen und Schüler denn wiederkommen würden.

Ein paar aus der Klasse waren auch im Marienheim in Hechingen. Mit Hilfe von Frau Sigrid Winz-Kesenheimer, der dortigen Leitung der sozialen Betreuung, drehten sie mit ein paar älteren Damen einen Teil ihres Films. Die Bewohnerinnen waren erfreut über den Besuch der Schüler und Schülerinnen, auch wenn sie selbst mit dem Thema „Smart ohne Phone“ keine eigenen Erfahrungen verbinden. Nachdem klar war, wie die Gruppe sich den Teil des Filmes vorstellte, kamen sie gut zurecht und arbeiteten begeistert mit.

Nun wurden endlich die mit großer Spannung erwarteten Ergebnisse des Filmwettbewerbes „Smart.Ohne Phone“ veröffentlicht. Leider hat kein Film der Klasse einen Preis gewonnen. „Zunächst waren wir schon enttäuscht über das Ergebnis, aber die Konkurrenz war wohl erfahrener. Um trotzdem einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen wollen wir jetzt noch mit Journalistik- und Filmexperten besprechen, was sie uns als Tipps für weitere Projekte mitgeben könnten“, meinte der Schüler Marc Herrmann stellvertretend für die Klasse. „Aber für uns alle war es nicht nur eine tolle Zeit, sondern wir wissen auch jetzt schon, dass wir später mal vor unseren Kindern das Handy meiden sollten“.

Die Filme können unter www.facebook.com/bszhechingen/ und www.instagram.com/bszhechingen/ angeschaut werden.

Verfasserin: Anna Scheufele, BG 12-5

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Bereits seit April helfen angehende Lehrkräfte der Universität Tübingen Schülerinnen und Schülern des Hechinger Beruflichen Gymnasiums den Übergang im Fach Mathematik zu erleichtern. Das Projekt ist für die Uni wie für die Schule eine Win-win-Situation.

Im Sommersemester, also von April bis Juli, fand das Seminar „Mathematik an Beruflichen Gymnasien“ für Studierende des Studiengangs Master of Education an der Universität Tübingen statt. Hierbei entwickelten Studierende zu verschiedenen Themen Unterrichtskonzepte und Materialien, um für Schülerinnen und Schüler den Übergang ins Berufliche Gymnasium im Fach Mathematik zu erleichtern. Das Seminar wurde von Prof. Walther Paravicini angeboten. Der Mathematiker leitet den Arbeitsbereich „Mathematik und ihre Didaktik“. Gemeinsam mit Oberstudienrätin Jolan Schneider-Kis vom Beruflichen Schulzentrum Hechingen veranstaltete er das Seminar, in dem die Grundlagen für die kommende Lehrtätigkeit der Studierenden im Hechinger Schulzentrum erarbeitet wurden.

Im neuen Schuljahr boten Studierende und Doktoranden mit den im Sommersemester entwickelten Materialien sieben Wochen für Schülerinnen und Schüler der elften Klasse einen Kurs mit dem Titel „mowe“ (Mathematik – Orientieren – Wiederholen - Erfahrung sammeln) an. Ziel war es, ohne Noten- oder Leistungsdruck Lücken zu schließen, um den Übergang ins Berufliche Gymnasium zu erleichtern. Darüber hinaus nutzten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit Studierenden auch außerhalb der Mathematik ins Gespräch zu kommen und Fragen zu einem möglichen Studium zu stellen.

Auch für die Studierenden war das Projekt gewinnbringend: Sie konnten ihre Materialien am „lebenden Objekt“ erproben, erste Erfahrungen als Lehrkraft machen und das berufliche Schulwesen kennen lernen. Auch Frau Schneider-Kis zeigte sich mit der Umsetzung des Konzepts zufrieden und hofft, das Projekt auch im kommenden Schuljahr wieder am Beruflichen Schulzentrum anbieten zu können.

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