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Dienstag, 21 Juli 2020 09:39

Abschluss unter erschwerten Bedingungen

Am Beruflichen Schulzentrum Hechingen wurden in einer kleinen Feier die Absolventinnen und Absolventen des Berufskollegs verabschiedet.

Bedingt durch Corona fiel die diesjährige Verabschiedung des Berufskollegs anders als gewohnt aus. Statt im Hechinger Museum erhielten die Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse und Auszeichnungen in der Schule am Schlossacker, außerdem war es den Eltern verwehrt, am Ehrentag ihrer Kinder teilzunehmen. Dennoch ließen es sich Schulleiter Dr. Roland Plehn, Berufskolleg-Ableitungsleiter Christian Bisinger sowie die Klassenlehrerinnen und -lehrer es sich nicht nehmen, den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss und damit zur Fachhochschulreife zu gratulieren. „Dieses Jahr war ein besonderes Jahr. Trotz digitaler Unterstützung durch die Lehrkräfte mussten Sie sich eigenständiger auf die Prüfungen vorbereiten als alle Jahrgänge zuvor. Deshalb sind Sie auch ein besonderer Jahrgang, der auf sich stolz sein kann“, zollte Schulleiter Plehn dem Jahrgang 2020 seinen Respekt. Auch der Abteilungsleiter des Berufskollegs, Christian Bisinger, war voll des Lobes. „Mit einem Schnitt von 2,4 sind wir als Schule unter diesen Bedingungen wirklich zufrieden. Sie haben damit die erste große Feuerprobe bestanden. Wir alle wünschen Ihnen viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg, in den hoffentlich bald eine Normalität ohne Corona einkehrt“, verabschiedete Herr Bisinger den Berufskolleg Jahrgang 2020.

Preise erhielten Daniel Bachmeier, Jann Depperschmidt, Jannik Eger, Angelika Filatov, Nadja Fröhle, Lukas Hörmle, Flora Inturrisi, Tim Jehle, Amelie Letzgus, Vanessa Salzmann, Carina Schluck, Madeleine Stemmer, Annika Straub, Laura Tot, Lea Weber, Moritz Weber und Svenja Weingardt.

Über eine Belobigung freuten sich Angela Abrell, Sira Berner, Ellen Breil, Tutku Demirkesen, Luca Di Santo, Muhammed Furkan Dönmez, Carina Ellenberger, Konrad Engelhart, Adrian Franke, Laura Freiberg, Fritz Furtwaengler, Chiara Hatt, Alessandra Kohle, Laura Kohle, Sonja Mair, Sofie Ohlwein, Ercan Özsevgic, Jens Papadopoulos, Quint Raica, Josua Ritzmann, Yannik-Aziz Sager, Eileen Schöllkopf, Selina Stemmler, Shania Stengel und Marie-Louice Zachow.

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Mittwoch, 15 Juli 2020 08:18

Mit digitalem Bilderrahmen gegen das Vergessen

Am Beruflichen Schulzentrum Hechingen hat eine Klasse des Berufskollegs ihr Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt: Mit Geschichten zu den Einzelschicksalen der deportierten Hechinger Juden wollen sie einen Beitrag dazu leisten, die Geschichte lebendig zu halten.

Von Dezember bis März dieses Schuljahres beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Berufskolleg-Klasse zum Erwerb der Fachhochschulreife intensiv mit der Geschichte der Hechinger Juden. Anstoß hierzu kam von außerhalb der Schulgemeinschaft: Ein Sponsor wollte die Finanzierung von Stolpersteinen übernehmen, um etwas gegen das Vergessen der einfachen, nicht prominenten Juden im Nationalsozialismus zu tun. Grund war eine Geschichte, die ihm sein Großvater erzählte. Dieser wurde immer wieder von einer jüdischen Frau um Essen für sich und ihre Kinder gebeten. Der Großvater half ihr bereitwillig, obwohl er so seine eigene Sicherheit aufs Spiel setzte. Doch eines Tages kündigte sie an, sie könne morgen nicht mehr kommen. Bis heute weiß man nicht genau, wer sie war und wie und wo sie zu Tode kam. „Die Schülerinnen und Schüler waren ergriffen von dieser Geschichte. Es war ihnen ein Bedürfnis, die einfachen Leute nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, erklärte die das Projekt leitende Oberstudienrätin Pamela Rosenhahn. Allerdings konnte sich die Klasse mit den Stolpersteinen nicht anfreunden. „Uns hat die Vorstellung, dass man auf den Stolpersteinen läuft, sie letztlich mit Füßen tritt, nicht gefallen“, sagte Esma Kaya. Die Klasse fand jedoch eine Form des Erinnerns, die ihr angemessen erscheint.

Die Präsentation der ersten Ergebnisse hätte eigentlich schon viel früher stattfinden sollen, musste aber wegen Corona verschoben werden. Dass die Schülerinnen und Schüler eine sehr gute Form des Erinnerns gefunden haben, zeigte die prominente Gästeschar: Landrat Günther-Martin Pauli, Bürgermeister Philipp Hahn, Lothar Vees und Benedict von Bremen von der Initiative Hechinger Synagoge sowie Kreisschuldezernent Karl Wolf ließen es sich nicht nehmen, der Präsentation auf dem Pausenhof am Schlossacker beizuwohnen.

Landrat Pauli zeigte sich begeistert vom Projekt der Klasse. „Wir leben in einem Kreis, in dem es nicht nur zwei Konzentrationslager gab, sondern in dem auch in Hechingen und Haigerloch große jüdische Gemeinden vernichtet wurden. Gerade jüngeren Menschen muss am Ort des Geschehens diese Vertreibung und Vernichtung präsent sein. Wir dürfen vor unserer schlimmen regionalen Geschichte nicht die Augen verschließen, auch um vor diesem Hintergrund unsere demokratischen Freiheiten wertzuschätzen. Sie haben dazu einen wichtigen Beitrag geleistet“, lobte der Landrat die Schülerinnen und Schüler.

Auch die stellvertretende Schulleiterin, Frau Schneider-Loye, war voll des Lobes. In einer Zeit, in der Denkmäler mutmaßlicher Rassisten gestürzt werden, stelle sich die Frage, welche Erinnerungskultur historischen Verbrechen gerecht werde. „Ich finde, Auseinandersetzung mit Geschichte heißt vor allem, Geschichten zu erzählen. Die Menschen hinter den Opferzahlen müssen erkennbar werden. Dies ist Ihnen vorbildlich gelungen“, sagte Frau Schneider-Loye.

Die Schülerinnen Esma Kaya und Angelika Filatov betonten in ihrer Ansprache, ihre Motivation sei es vor allem gewesen, einen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten, um eine Wiederholung zu verhindern. Ihr Dank galt ihrer Projektleiterin Pamela Rosenhahn, Benedict von Bremen, Lothar Vees, Stadtarchivar Thomas Jauch und nicht zuletzt dem Schulleiter Dr. Roland Plehn, der das Projekt immer unterstützt habe. Zwar verlassen die Schülerinnen und Schüler nun die Schule und damit auch das Projekt, doch wird dieses von anderen Klassen im Seminarkurs des beruflichen Gymnasiums der Schule weitergeführt. „Das Projekt wird damit zum Prozess“, kündigte Schulleiter Dr. Roland Plehn an. Der Vorteil der digitalen Bilderrahmen sei, dass sie sowohl ständig bearbeitet und ergänzt werden als auch an verschiedenen Standorten aufgestellt werden können, sei es in Schulen, Geschäften, im Rathaus oder in der Synagoge, so dass sich bald auch alle Hechinger Bürgerinnen und Bürger über die Schicksale der Hechinger Juden informieren können.  

Artikel aus der HZ (anklicken)

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Donnerstag, 28 November 2019 19:36

55. Internationale Übungsfirmenmesse in Mannheim

Das Berufliche Schulzentrum Hechingen war auch dieses Jahr mit zwei ihrer Übungsfirmen auf der Internationalen Übungsfirmenmesse vertreten. Die Übungsfirmen TriStyle und OG Möbelhaus handelten mit 91 Übungsfirmen aus aller Herren Länder.

Eine Übungsfirma ist ein virtuelles Unternehmen für die kaufmännische Aus- und Weiterbildung. Es wirtschaftet und handelt unter Echtbedingungen, etwa so wie ein Flugsimulator für Piloten oder die Lehrwerkstatt in gewerblichen Schulen. „Unsere Übungsfirmen erleichtern den Einstieg in den Job erheblich. Potenzielle Arbeitgeber profitieren von in der Praxis vorbereiteten und unmittelbar einsetzbaren Mitarbeitern“, gibt sich Schulleiter Dr. Roland Plehn vom Konzept der Übungsfirmen überzeugt. Tatsächlich ist jede Übungsfirma das perfekte Abbild eines Unternehmens und seiner kaufmännischen Abteilungen: Die Schülerinnen und Schüler des kaufmännischen Berufskollegs werden von der Personalabteilung bis hin zum Marketing eingesetzt. So können sie alle Abläufe des täglichen Wirtschaftsgeschehens unter echten Rahmenbedingungen kennen lernen und trainieren. Alle Aktivitäten entsprechen der kaufmännischen Praxis. Der Warenverkehr wird durch Lieferscheine abgebildet, der Zahlungsverkehr durch virtuelles Buchgeld. Für den nationalen und internationalen Zahlungsverkehr steht eine eigene Übungsfirmenbank zur Verfügung.

Eine weitere Stärke von Übungsfirmen sind die Außenkontakte. So wie Unternehmen in der realen Marktwirtschaft stehen auch Übungsfirmen zueinander in interaktiver Geschäftsbeziehung, etwa auf Messen. Auf der diesjährigen 55. Internationalen Übungsfirmenmesse in Mannheim waren Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie Belgien, Ungarn, Italien, Brasilien, Argentinien, China, Südkorea, Rumänien und vielen weiteren Ländern vertreten. Mittendrin: zwei der vier Übungsfirmen des Berufskollegs des Beruflichen Schulzentrums Hechingen.

Bevor es nach Mannheim ging, musste zunächst in Hechingen einiges vorbereitet werden. Es galt, sich mit den Produkten vertraut zu machen sowie schlagkräftige Verkaufsargumente zu finden. Dies geschah selbstverständlich auch auf Englisch. Mit Rollenspielen für die Kundenberatung und die Verkaufshandlungen bereiteten sich die Schüler auf den Messebesuch vor. Auch ein Messekatalog wurde erstellt, Bestellformulare wurden entwickelt und die steuerlichen Verfahrensweisen für die Verkäufe in EU- oder Drittländer abgeklärt. Die beiden schuleigenen Messestände garantierten ein professionelles Auftreten. Mit Vorführprodukten der beiden Patenfirmen Trigema und Möbel Rogg legten sich die zwei Hechinger Übungsfirmen TriStyle und OG Möbelhaus mächtig ins Zeug und nutzten die Möglichkeit, zahlreiche Vertrags- und Geschäftsabschlüsse mit nationalen und internationalen Übungsfirmen zu tätigen. Durch die einheitliche Kleidung präsentierten sich die Schüler sehr professionell und wussten auch in den Verkaufsgesprächen zu überzeugen. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, zeigten schon die ersten Hochrechnungen der Finanzabteilungen der beiden Firmen. Doch neben dem finanziellen Erfolg waren die Verzahnung von Theorie und Praxis sowie das Kennenlernen anderer Übungsfirmen und deren Präsentation mindestens genauso wichtig. „Meist erhalten sich Kontakte zu ausländischen Übungsfirmen auch über die Messe hinaus. Die Messe hat uns Kontakte nach Brasilien, Süd-Korea und China ermöglicht. Der kulturelle Austausch ist für uns mehr als nur ein Zusatznutzen“, zeigten sich die begleitenden Lehrkräfte Christian Amann, Andreas Dominik, Jonas Preiß und Verena Wahl mit dem diesjährigen Messe-Besuch sehr zufrieden.

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Mittwoch, 16 Oktober 2019 18:43

Einstandsbesuch bei der neuen Patenfirma

Seit diesem Schuljahr hat eine Übungsfirma (ÜFA) des kaufmännischen Berufskollegs eine neue Patenfirma: Mit dem in Bisingen beheimateten Pferdesportausrüster Loesdau konnte das Berufliche Schulzentrum Hechingen einen attraktiven Partner gewinnen.

Zu Beginn des Schuljahres besuchten die neu gegründete ÜFA OFFROAD (Outdoor Fashion for Riding Orginals and Dogs) gemeinsam mit den Lehrerinnen Ariane Ruoff und Alice Blocher die neue Patenfirma. Der Geschäftsführer, Dr. Björn Schützenauer, und die Personalleiterin, Lea Koch, stellten den Schülerinnen und Schülern gemeinsam das Unternehmen vor und führten durch die Abteilungen Verkauf, Wareneingang, Call-Center, Lager, Versand und Retouren. Kaufmännische Vorgänge, wie etwa die ABC-Bewertung von Lieferanten, die Kommissionierung oder die Marktforschung wurden den Schülerinnen und Schülern praxisnah erklärt. Nicht fehlen durften auch produktspezifische Informationen, schließlich wird künftig mit den Loesdau-Produkten gehandelt, wenn auch nur virtuell.

Wichtige Aspekte waren die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Kommunikation. Dr. Schützenauer betonte die große Bedeutung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit im Unternehmen: „Wir sponsern Reitturniere mit Sachpreisen und unterstützen therapeutisches Reiten. Unser Versand ist CO2-neutral und die Energieversorgung erfolgt ausschließlich durch Ökostrom“, nannte Dr. Schützenauer Beispiele zum Thema Nachhaltigkeit. Gezeigt wurde auch, wie ein Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung und immerwährender Erreichbarkeit geführt wird. So hat Loesdau ein die ganze Woche geöffnetes Call-Center und neben den klassischen Onlinebestellungen kann auch ein Chat genutzt werden, in dem Kundenfragen geklärt werden können und auch direkt bestellt werden kann. Auch Social-Media-Auftritte und positive Kundenrezessionen spielen für die Firma eine wichtige Rolle. Beides wollen die Schülerinnen und Schüler künftig auch für ihr Marketing in ihrer ÜFA nutzen, denn schließlich ist sowohl bei Loesdau als auch bei der ÜFA OFFROAD die Gewinnmaximierung das oberste Ziel.

„Unser Einstandsbesuch hat gezeigt, dass wir mit Loesdau ein engagiertes und innovatives Unternehmen als Partner gewinnen konnten“, zeigte sich Studienrätin Alice Blocher vom Einstandsbesuch bei der neuen Patenfirma begeistert.

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Donnerstag, 20 September 2018 13:35

Einführungstage in der 1BKP2

Die 1BKP 2 lernte sich auf der Sonnenmatte beim „Vertrauensband“ und „Tower of Power“ kennen.

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