Okt 16, 2020 58times

Digitalpaktmittel können fließen

Fünf Milliarden Euro hat die Bundesregierung 2019 im Digitalpakt für die Schulen bereitgestellt. Das Berufliche Schulzentrum Hechingen hat nun mit einem Medienentwicklungsplan die Grundlage dafür geschaffen, Mittel für die weitere Digitalisierung der Schule bewilligt zu bekommen.

Am Beruflichen Schulzentrum haben die letzten Monate Schulleitung und Kollegium in Abstimmung mit dem Kreis als Schulträger einen Medienentwicklungsplan, also ein pädagogisch-technisches Konzept für die Medienbildung erstellt. „In diesem Prozess mussten wir uns darüber einigen, wie wir unsere Schule weiter fit für die digitale Zukunft machen wollen“, beschreibt Schulleiter Dr. Roland Plehn die Entwicklung des Medienentwicklungsplanes. Schule und Kreis waren also aufgerufen, die pädagogisch-didaktischen Anforderungen und die finanziellen Rahmenbedingungen des Schulträgers in Einklang zu bringen. Als Ergebnis kann das Berufliche Schulzentrum nun ein schuleigenes Medienbildungskonzept präsentieren sowie die dazu passende Auswahl der schulischen Medienausstattung und die erforderliche Vernetzung des Schulgebäudes. Mit diesem Konzept werden auch die erforderlichen Fortbildungsmaßnahmen für die Lehrkräfte benannt, damit diese die medienbildnerischen Vorgaben der Bildungspläne umzusetzen können. Nachdem das Berufliche Schulzentrum den hauseigenen Medienentwicklungsplan beim Landesmedienzentrum eingereicht hat, erhielt die Schule bereits Anfang August die sogenannte Freigabeempfehlung und damit die Möglichkeit, Fördergelder aus dem Digitalpakt abzurufen. „Nicht zuletzt die Coronakrise hat die Notwendigkeit verdeutlicht, dass sich die Schulen digitaler aufstellen müssen. Unser Konzept ist beim Landesmedienzentrum auf Wohlwollen gestoßen. Somit können wir unsere Medienausstattung weiter verbessern und die Lehrkräfte weiter fortbilden“, freute sich Schulleiter Plehn nun über die Freigabeempfehlung. Der finanzielle Rahmen wurde für das Berufliche Schulzentrum auf bis zu 650.000 Euro für die nächsten fünf Jahre festgesetzt. Bisher konnten bereits 180 PCs in den frisch renovierten Klassenzimmern installiert sowie 450 iPads, 32 Apple TVs, 24 Beamer und 40 Visualizer bestellt werden. Zudem wurde die Schule mit einem Glasfasernetz ausgestattet und das WLAN weiter ausgebaut. In den kommenden Jahren geht es nun um die Umsetzung des Medienentwicklungsplans: In einer Auftaktveranstaltung entwickeln die Lehrkräfte Konzepte, wie die neue Hardware in den einzelnen Fächern sinnvoll genutzt werden kann und wie somit die Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler erweitert werden können.