Dez 15, 2019 Marcus Paula 323times

Verantwortungsbewusstsein als Motivation

Nach erfoglreicher Fortbildung dürfen die 20 Kursteilnehmerinnen nun Auszubildende in Pflegeberufen anleiten Nach erfoglreicher Fortbildung dürfen die 20 Kursteilnehmerinnen nun Auszubildende in Pflegeberufen anleiten

Insgesamt 300 Stunden Fortbildung haben 20 Pflegekräfte aus unterschiedlichen Bereichen investiert, um künftig angehende Pflegekräfte in der Praxis anleiten zu können.

Zunächst qualifizierten sich die Pflegekräfte aus den Bereichen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Intensivpflege 200 Stunden erfolgreich als Praxisanleiterinnen für Pflegeberufe. Im Zuge der Neukonzeption der Ausbildung in den Pflegeberufen konnte zusätzlich ein nochmals 100 Stunden umfassender Zusatzunterricht im Fach Berufs- und Arbeitspädagogik belegt werden. Aufgrund des Bestandschutzes durch ihre zuvor erworbene Anleiterqualifikation war dies zwar nicht verpflichtend, jedoch absolvierten die Teilnehmerinnen dieses Aufbaumodul freiwillig, da nur so eine wirklich umfassende Vorbereitung auf ihre neuen Aufgaben ermöglicht wird.

Der Schwerpunkt lag hierbei in der Ausbildung in der Generalistik: Wurden vormals die einzelnen Pflegebereiche getrennt voneinander behandelt, werden sie nun zusammen dargestellt und unterrichtet. Das Ziel hierbei ist die Professionalisierung der Pflege und letztlich die Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. „Wir haben mit diesem Kurs Neuland betreten und ich habe großen Respekt für das Engagement der Kursteilnehmerinnen“, sagte die Kursleiterin Doris Bendrin-Wahl bei der Überreichung der Zusatzqualifikationen am Beruflichen Schulzentrum Hechingen. Tatsächlich können die Kursteilnehmerinnen mittelfristig erstmal nicht auf ein höheres Gehalt oder einen Karrieresprung hoffen. Die Motivation 300 Stunden oftmals zusätzlich zur regulären Arbeit zu investieren, ist in erster Linie Verantwortungsbewusstsein. Dank der Zusatzqualifikation können die Kursteilnehmerinnen nun ihre Erfahrung an angehende Pflegefachkräfte weitergeben. Sie werden künftig direkt vor allem in das Ausbildungskonzept, die Gestaltung des praxisbezogenen Lernorts sowie die Beurteilung von Pflegeschülern miteinbezogen. Zwar war es der erste Kurs dieser Art, doch mit dessen Gestaltung und Ergebnis waren nicht zuletzt die Teilnehmerinnen hoch zufrieden: „Frau Bendrin-Wahl hat uns mit ihrem engagierten Unterricht das Lernen leicht gemacht“, lobten die 20 neuen Praxisanleiterinnen zum Abschluss ihre Lehrerin.