In der einjährigen dualen Ausbildungsvorbereitung streben Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Ziele an. Der Unterricht nach einem neuen pädagogischen Konzept bietet ihnen drei Möglichkeiten:

  • In einem Jahr den Hauptschulabschluss nachholen und eine gute Ausbildung finden (bisher VAB)
  • In einem Jahr die Chancen für eine Berufsausbildung erhöhen oder den mittleren Bildungsabschluss anstreben (bisher BEJ)
  • Mit dem sich anschließenden zweiten Jahr der Zweijährigen Berufsfachschule den mittleren Bildungsabschluss erreichen und damit eine gute Ausbildung finden, bzw. die Fachhochschulreife oder das Abitur anstreben können (bisher das erste Jahr der Zweijährigen Berufsfachschule)

Dabei ist das AVdual für die Schülerinnen und Schüler ein offenes Jahr, in dem alles möglich ist. Jeder kann seinen Weg nach seinen Fähigkeiten und seiner Motivation gehen. Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schullaufbahnen ist gegeben. So kann das AVdual beispielsweise einmal absolviert werden, um den Hauptschulabschluss zu erlangen, und im Anschluss noch einmal, um in zwei Jahren die Fachschulreife anzustreben. Oder das ursprüngliche Ziel Fachschulreife kann zu Gunsten eines Ausbildungsplatzes aufgegeben werden, versüßt mit einem möglicherweise verbesserten Hauptschulabschluss. Eine Kompetenzanalyse zu Beginn des Schuljahres, Beratungsgespräche mit Eltern und Zielvereinbarungen flankieren den Weg, der erfolgversprechend ist. Ein wesentlicher Bestandteil des Jahres ist ein Praktikum (Block- bzw. Tagespraktikum), das von Lehrkräften betreut wird. Daher ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler bereits zu Beginn des Schuljahres einen Praktikumsplatz gefunden haben.

Mögliche Profile sind:

  • Gesundheit und Pflege
  • Ernährung und Hauswirtschaft
  • Ernährung und Gastronomie
  • Wirtschaft

Alle Jugendlichen mit oder ohne Hauptschulabschluss, die keine allgemeinbildende Schule besuchen und schulpflichtig sind sowie motivierte Jugendliche, die keine Ausbildungsstelle bekommen haben, werden aufgenommen.