Gleich elf neue Lehrkräfte konnten zu Beginn des neuen Schuljahres am Beruflichen Schulzentrum Hechingen (BSZ) begrüßt werden. „Dank der neuen Kolleginnen und Kollegen können wir die vielen Abgänge im letzten Schuljahr bestens kompensieren. Stand jetzt ist eine optimale Unterrichtsversorgung gewährleistet“, freute sich Schulleiter Arndt Bayer über die guten personellen Rahmenbedingungen am BSZ.
Auf dem Bild:
Vordere Reihe: Jael Kunert (Mathematik/Chemie), Katharina Sadiku (Deutsch/Religion), Julia Schatz (Englisch/Religion), Anna Masoomi (Englisch/Französisch/Religion), Wenjing Cai (Pflege), Carolin Bleile (Pflege)
Hintere Reihe: Schulleiter Arndt Bayer, Nastazja Siedler (Nahrung), Tim Rösler (Spanisch/Deutsch), Antonia Scheuermann (Ethik/Deutsch), stellvertretende Schulleiterin Leonie Schneider-Loye, Julia Moj (Spanisch/Pädagogik und Psychologie).
Es fehlt: Maximilian Höller (Mathematik/Betriebswirtschaftslehre)
Wir bieten im Schuljahr 2026/27 am Beruflichen Schulzentrum in Hechingen eine Stelle für ein freiwilliges soziales Jahr an:
Du bist 18 Jahre alt?
Du freust Dich darauf mit jungen Menschen zu arbeiten?
Wir freuen uns auf Deine Ideen und auf Deine Bewerbung – gerne per E-Mail an die stellvertretende Schulleiterin (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)
„Frauen sollten bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht genauso verpflichtet werden wie Männer.“ – Dieses war eines der Statements, welche am BSZ Hechingen unter dem Motto „Wehrdienst/-pflicht im Dialog – Ein Gespräch zwischen den Generationen“ rege diskutiert wurden. Schüler und Schülerinnen des beruflichen Gymnasiums, des BK1 sowie des AV-Dual hatten die Gelegenheit, mit geladenen Gästen vom Demokratiebündnis Hechingen in den Austausch zu gehen. Sie alle waren einst selbst von der Wehrpflicht betroffen. Gespräche in Kleingruppen ermöglichten direkte Interaktion, denn Schulleiter Arndt Bayer war eines besonders wichtig: Beide Generationen sollen bei diesem Aufeinandertreffen sowohl zum Sender als auch zum Empfänger werden. Dies ist gelungen. Am Ende der Veranstaltung waren sich nahezu alle über einen fiktiven Gesetzesentwurf einig, welcher besagt, dass die Jugend von einem verpflichtenden Gesellschaftsjahr mehr profitieren würde als von einer Wehrpflicht. Die stellvertretende Schulleiterin Leonie Schneider-Loye betonte, dass mit jungen Menschen gesprochen wird und nicht über sie. Die Rückmeldung der Teilnehmenden waren positiv und alle hatten Interesse an einer Wiederholung der Veranstaltung. Abschließende Worte der Gäste betonten, dass die Jugend sich nicht vom Strom leiten lassen solle, sondern an ihren persönlichen Wünschen festhalten müsse.
Etwa 150 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums Hechingen (BSZ) liefen im Fürstengarten für den guten Zweck. Im Vorfeld mussten Sponsoren gefunden werden. Dies waren in der Regel Lehrkräfte, Eltern aber auch Firmen. Bei angenehmen Temperaturen spulten Schüler und Lehrkräfte Runde um Runde der 1,6 Kilometer langen Strecke ab. Luca Fahrenholz und Jule Zimmermann schafften jeweils stolze 15 Runden, also 24 km und damit mehr Kilometer als bei einem Halbmarathon. Auch einige Lehrkräfte stellten sich der Herausforderung im Fürstengarten, allen voran Markus Riester, der mit 16 Runden glänzte und den diesjährigen Rekord beim BSZ-Spendenlauf aufstellte.
Die Läuferinnen und Läufer haben nun noch die Aufgabe, bei ihren Sponsoren die zugesagten Spenden abzuholen. Doch schon jetzt ist absehbar, dass eine sehr respektable Summe zusammenkommt. Diese geht je zur Hälfte an den Hechinger Tafelladen und El Pueblo Unido, einem Verein zur Unterstützung lateinamerikanischer Schulen.
Diese Woche durfte die Schulgemeinschaft des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) vierzehn Studenten aus Japan empfangen. Thomas Bartle, der den Aufenthalt in Hechingen und das Programm federführend organisiert hatte, sowie der begleitende Professor Sven Holst aus Japan wurden im Atrium am Schlossberg von der stellvertretenden Schulleiterin Leonie Schneider-Loye und einer elften Klasse des beruflichen Gymnasiums herzlich begrüßt. Schneider-Loye brachte dabei sowohl ihre Freude über den kulturellen Austausch als auch ihre Begeisterung für das deutsche Bildungssystem, speziell natürlich das berufliche Schulwesen zum Ausdruck.Undgenau dieses deutsche Bildungssystem ist auch der Schwerpunkt des diesjährigen Aufenthaltes der japanischen Studenten.
Thomas Bartle freute sich darüber, wie offen sich die Jugendlichen miteinander unterhielten
Doch was verschlägt diese Studenten aus dem fernen Japan ausgerechnet nach Hechingen und ausgerechnet ans BSZ? Thomas Bartle, ein pensionierter Polizist und begeisterter ehrenamtlicher Musiker, machte vor Jahren einmal in seiner Funktion als Vorstand im Bundesverband Amateurmusik Sinfonie- und Kammerorchester eine Reise nach Japan. „Offenheit, Ehrlichkeit, Achtsamkeit und Hilfsbereitschaft der Japaner haben mich schwer beeindruckt“, blickte Bartle zurück. Zufällig gibt es nun seit vielen Jahren im Zollernalbkreis exklusiv einen Freundeskreis, der in Kontakt mit verschiedenen japanischen Universitäten steht. Eben dieser suchte nun Gastfamilien für japanische Studierende, wofür sich Bartle sofort bereit erklärte. Mittlerweile ist er derjenige, der die Unterbringung in Hechinger Gastfamilien und zusammen mit dem Kreisjugendring ein Programm im Zollernalbkreis organisiert. Während der thematische Schwerpunkt letztes Jahr auf hiesigen Unternehmen lag, wird den Studenten diesmal ein Einblick in das deutsche Bildungssystem gegeben. „Wir besuchen die Realschule, das Gymnasium und eben auch die beruflichen Schulen in Hechingen und Balingen“, so Bartle. Aber nicht nur das deutsche Bildungssystem steht auf dem vielfältigen Programm: „Die Hechinger Firma Merz hat eine Betriebsbesichtigung organisiert und bei der Oper in Stuttgart konnten wir einen Einblick hinter die Kulissen bekommen. Auch Bürgermeister Philipp Hahn und das Balinger Landratsamt dürfen sich noch auf einen Besuch von uns freuen“, so Bartle.
Teresina Bixenstein
In Japan lernt man wie in Deutschland bereits in der Grundschule Englisch. Eine zweite Fremdsprache ist aber erst an der Universität verpflichtend. Um an einer universitären Reise nach Deutschland teilnehmen zu können, müssen die Studierenden aller Fakultäten bereits ein Jahr Deutsch gelernt haben. Weil es mit den Deutschkenntnissen daher noch nicht so weit her ist, fand die Kommunikation am BSZ vor allem auf Englisch statt. Nach der Begrüßung startete direkt der Austausch mit einer elften Klasse des beruflichen Gymnasiums, die im Fach Global Studies von Studienrätin Lea Freund unterrichtet wird. Anhand von fünf Stationen unterhielten sich die deutschen Schülerinnen und Schüler mit den japanischen Studenten über Themen wie etwa „Werte und soziale Normen“, „Deutsche Feste“ und natürlich auch „Schule und Bildung“. „Im Fach Global Studies geht es vor allem um das Kennenlernen anderer Kulturen, und das auf Englisch. Da passen der heutige Tag und die Vorbereitung darauf natürlich bestens in Konzept“, freute sich Freund darüber, wie offen sich Deutsche und Japaner miteinander unterhielten. Nach einer Schulhausführung freuten sich alle Beteiligten über das von BSZ-Auszubildenden zubereitete und servierte Mittagessen. „Der heutige Tag ist eine tolle Gelegenheit, mit der japanischen Kultur in Kontakt zu kommen“, sagte dabei Teresina Bixenstein und zeigte sich begeistert darüber, wie nett, interessiert und gesprächig sich der Besuch aus Japan präsentierte. Auch Nina Papadopoulos war ganz angetan: „Nachher werde ich mir noch einige Nummern sichern. Mit einigen Studenten würde ich sehr gerne in Kontakt bleiben“, so Papadopoulos.
Nina Papadopoulos
Käsespätzle und Salat schmeckten den japanischen Studenten sehr gut. „Das deutsche Essen ist toll“, lobte auch gleich die Chemiestudentin Sakashita Kisa. Sie fand auch die Einblicke in das deutsche Bildungssystem sehr interessant, da es im Vergleich zum japanischen ganz anders aufgebaut sei.
Sakashita Kisa
Die japanische Delegation besuchte abschließend noch die BSZ-Pflegeklasse aus Myanmar. Nach einem zweiwöchigen Deutsch-Intensivkurs in München und dem einwöchigen Aufenthalt im Zollernalbkreis werden die japanischen Studenten noch zwei Wochen lang Deutschland auf eigene Faust bereisen.